Bifazial
Ist ein Photovoltaikmodul bifazial, kann auch die Rückseite des Moduls zur Stromerzeugung beitragen, sofern dort Licht einfällt.
Wie groß die Bifazialität eines Moduls ist, oder ob das Modul überhaupt bifazial ist, hängt maßgeblich von dessen Aufbau ab. Module, welche auf der Rückseite eine Lichtundurchlässige Folie haben verfügen über keine nennenswerte Bifazialität. Ideal sind Glas-Glas Module, denn bei diesen kann das Licht nahezu ungehindert auf die Zellen treffen. Auch die Zelltechnologie spielt eine Rolle. HJT Module haben mit bis zu 95 % die höchste Bifazialität, gefolgt von TOPCon mit 85 % und PERC mit 70 %.
Der Mehrertrag eines bifazialen Moduls wird dann durch den tatsächlichen Lichteinfall auf die Modulrückseite bestimmt. Bei einer dachparallelen Montage auf einem schwarzen Ziegeldach wird kaum Licht die Modulrückseite erreichen und es wird keinen nennwerten Mehrertrag geben. Bei einer aufgeständerten Montage auf einem Weißen oder glänzenden Blechdach wird der Lichteinfall durch Reflexion (Albedo des Untergrundes) zu einem relevanten Mehrertrag führen.